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Eine Übersicht unserer Leistungsbereiche (Portfolio) speziell für Projekte im Bereich Naturwerkstein- und Kunstwerksteinarbeiten finden Sie unter “Unsere Leistungen“.

Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Leistungsbereiche finden Sie dort in den Untermenüs.

Schauen Sie sich um und kontaktieren Sie uns einfach direkt unter Telefon  +49 (0)89 38 36 77 31.

Ihr Jürgen Lang
Geschäftsleitung

Irreversible Verfärbungen eines Terrassenbelage verursacht durch einen Farbtonvertiefer.

Um die Farbe eines Natursteines zu intensivieren, werden
häufig Farbtonvertiefer und Imprägnierungen eingesetzt. Das führt oft zu
Schäden. Leider sind diese meistens irreversibel und können in den meisten
Fällen nur noch durch Austausch beseitigt werden. Wie im Fall eines
Terrassenbelags aus Glimmerschiefer.

Der Bauherr hatte sich einen Glimmerschiefer für seine Terrassen bei einem
Garten- und Landschaftbauer ausgesucht. Nach der Verlegung wurde
der Belag mit einem Farbtonvertiefter behandelt. Danach stellte der Bauherr
fest, dass der Belag vollkommen mit Hell-Dunkelflecken durchsetzt war. Die
Flecken waren von der Farbintensität unterschiedlich und zogen sich über die
ganze Terrasse hinweg. An einigen Bereichen waren auch größere helle
Streifenbildungen zu sehen. Ihre Ursache ist die Rolle, mit der der
Farbtonvertiefer aufgetragen wurde. Bei der Applikation des Farbtonvertiefers ist
es wichtig, dass dieser gleichmäßig über die gesamte Fläche aufgetragen wird. Ist das nicht der Fall,
so ist dies ein weiterer Faktor, der die Fleckenbildung begünstigt.

An der Fleckenbildung ist deutlich zu sehen, dass der Farbtonvertiefer ungleichmäßig
in den Stein eingezogen ist. Grund ist, dass das Gestein eine unterschiedliche Dichte
(Dichteanomalie) aufweist. In den Bereichen, in denen der Stein eine größere Dichte aufweist,
dringt der Farbtonvertiefer weniger in das Gestein ein als in den Bereichen, in denen die
Dichte geringer ist. Die unterschiedliche Gesteinsdichte ist einer der Hauptgründe,
warum Farbtonvertiefter unregelmäßig an der Oberfläche erscheinen. Abgesehen
davon verschließen derartige Behandlungen das Poren- und Kapillarsystems des
Steines und begünstigen dadurch Folgeschäden. Denn der Austausch von
Feuchtigkeit und Dampfdiffusion kann durch die gesamte Bodenkonstruktion nicht
mehr erfolgen.

Bei dem geschilderten Schaden handelte es sich um einen irreversiblen Schaden,
der nur durch den Austausch der Platten beseitigt werden kann.

Aufbau der Farbtonvertiefer:
Im Allgemeinen sind Farbtonvertiefer aus zwei Komponenten aufgebaut.
Die erste Komponente ist das Lösungsmittel, in dem der Wirkstoff in der Schwebe
gehalten wird. Die zweite Komponenten sind die einzelnen Wirkstoffe, die die Farbtonvertiefende
Wirkung hervorrufen. Als Lösemittel kommen auf wasserbasierendeLösemittel zum Einsatz
oder lösemittelhaltige Produkte. Diese können aromatenfreie oder entaromatisierte
Kohlenwasserstoff-Gemische oder Testbenzin sein. Als Wirkstoffe werden Siloxane,
siliziumorganische Verbindungen, Polymere, natürliche und synthetische Wachse und Silane
verwendet.Die Zusammensetzung der Farbtonvertiefer ist je nach Hersteller unterschiedlich.

Wirkung der Farbtonvertiefer auf der Steinoberfläche:
Es handelt sich hierbei um einen komplexen Vorgang. Die unterschiedlichen
Oberflächenbearbeitungen und die Struktur eines Gesteins sind ausschlaggebend,
wie das Licht reflektiert oder absorbiert wird. Ebenso sind die einzelnen Minerale
für die Reflexion des Lichtes von Bedeutung. Bei transparenten Mineralien wie zum
Beispiel Quarz wird das Licht eher absorbiert. Bei nicht durchscheinenden Mineralien,
wie z. B. Feldspäte, werden die Lichtstrahlen reflektiert. Durch die vorgenannten Effekte
wird das Licht von der Oberfläche des Gesteines diffus, also zerstreut, zurückgeworfen.
Vom Betrachter wird die Gesteinsoberfläche dann grauer und heller wahrgenommen. Bei
polierten Gesteinsoberflächen wird das Licht je nach Einfallswinkel des Lichtes
entgegensetzt diesem einheitlich und nicht zerstreut reflektiert. Die Gesteinsoberfläche wird
vom Betrachter als farbintensiv, dunkel und mit einer gewissen Farbtiefe wahrgenommen.
Durch die Wirkstoffe des Farbtonvertiefers werden die Poren des Gesteins und die ungleichmäßig
bearbeitete Oberfläche sozusagenausgeglichen. Dadurch erscheint eine geflammte oder sandstrahlte Oberfläche
wesentlich dunkler. Die in die Gesteinsporen eingedrungenen Wirkstoffe füllen
die Poren zwischen den Kristallen auf und sorgen für eine höhere Transparenz
und Farbtiefe.

 

Folgende Risiken können bei der Verwendung von Farbtonvertiefer erwartet werden:
A: Gesteinsspezifische technische Wirkungsweise:
Durch die unterschiedliche Gesteinsdichte(Dichteanomalie), sowie der unterschiedlichen
Porenradienverteilung und der unterschiedlichen Kapillaren Saugwirkung der Gesteine
nimmt jedes Gestein die Wirkstoffe des Farbtonvertiefer unterschiedlich viel oder wenig auf.
Dadurch kann eine vorher gleichmäßig aussehende Gesteinsoberfläche fleckig aussehen.
Oder die Gesteinsoberfläche unterschiedlich hell/dunkel erscheinen.

 

B: Konstruktiver Bodenaufbau und Baufeuchte:
Die Restfeuchtigkeit der Gesamtkonstruktion und das Gestein selbst ist Voraussetzung
für das Auftragen des Farbtonvertiefer. Die Gesamtkonstruktion sollte eine Restfeuchtigkeit
von ca. 0,2 % aufweisen. Außerdem sollte die Gesteinsoberfläche vollkommen frei von Bauschmutz,
Verölungen und sonstigen Verschmutzungen sein. Zum Beispiel können vom Verlegemörtel
Substanzen, wie das freie Kalkhydrat oder Wasser im Gestein, die Eindringtiefe
des Farbtonvertiefer stark variieren lassen. Durch die vorerwähnten Eigenschaften wird
die ungleichmäßige aufnehme der Wirkstoffe des Farbtonvertiefers stark beeinflusst.
Dadurch werden die hell/dunkel Bereicheerzeugt und die Fleckbildungen hervorgerufen.
An den Bereichen, an dem noch Feuchtigkeit war, ist die Eindringtiefe meist niedriger als bei
den trockenen Bereichen. Dadurch wird der Hell- Dunkel Kontrast hervorgerufen.

 

C: Die Verteilung der Farbtonvertiefenden Substanzen:
Bei Farbtonvertiefer gilt oft der Effekt „entweder zu viel oder zu wenig“. Durch das Ausgleichen
der Gesteinsoberfläche durch denWirkstoff kann es vorkommen, das entweder zu viel aufgetragen
wurde oder das zu wenig aufgetragen wurde. Das kann z. B. durch eine falsche Applikation
vorkommen (wie in diesem Fall durch das Rollen, am Anfang ist noch viel Farbtonvertiefer
auf der Rolle, das aber schnell abnimmt.). Aber auch durch die unterschiedlich saugende
Eigenschaften des Gesteins (unterschiedliche Gesteinsdichte).

 

D: Die Applikation des Farbtonvertiefers:
Sollte die Applikation des Farbtonvertiefers fachgerecht durchgeführt worden sein
und das Gestein hat den Wirkstoff gleichmäßig aufgenommen und die Oberfläche ist einheitlich
„gefärbt“, kann es bei der Benutzung der Bodenbeläge immer noch zu Beeinträchtigungen kommen.
Es hat sich herausgestellt, dass bei dunklen Gesteinen der Wirkstoff des Farbtonvertiefer
an den Hauptlaufzonen sehr schnell abgetragen bzw. abgenutzt wird. Durch die
ungleichmäßige Abnutzung erscheint der Bodenbelag meist fleckig und unsauber im
Gesamtbild. Außerdem ist die Schmutzanhaftung gegenüber unbehandelten Gesteinen
wesentlich größer. Sollte der Bodenbelag rutschhemmend eingestellt sein, wird
die rutschhemmende Eigenschaft durch den Auftrag der Wirkstoffe deutlich
herabgesetzt. Bei Eintrag von Wasser, zum Beispiel in den Eingangsbereichen, oder
wie in unserm Beispiel im Außenbereich, werden die behandelten Bodenflächen
ziemlich glatt.
Bei Fußbodenheizung wird mit Beginn der Heizperiode
die Estrich- und Mörtelfeuchtkeit unterhalb des Wirkstoffes abgelagert. Die
mittransportierten Substanzen können dann in Form von weißen Ablagerungen
sichtbar sein. Im Extremfall können sogar Salzsprengungen an der Gesteinsoberfläche
vorkommen.
Ist der Farbtonvertiefer von der Oberfläche, durch das Begehen abgenutzt, so ist eine
Nachbehandlung meistens sehr problematisch, da eine Fleckbildung und ein ungleichmäßiger
Auftrag unvermeidlich ist.

 

E: Entfernen der Farbtonvertiefer:
Das Entfernen der Farbtonvertiefer ist meistens sehr aufwendig und kann teilweise nicht
mehr restlos entfernt werden. Bei wasserhaltigen Lösemitteln können meistens nur die aufliegenden
Wirkstoffe entfernt werden. Daszwischen den Kristallen, in den Poren und Kapillaren liegenden
Wirkstoffkomponenten können meistens nicht mehr entfernt werden. Zurück bleibt meistens eine in der
Farbe ungleichmäßig aussehende Gesteinsoberfläche.

 

F: Beeinträchtigungen der Konstruktion:
Restfeuchte aus dem Untergrund oder eingedrungenes Wasser kann nur sehr langsam
herausdiffundieren. Mittransportierte Stoffe aus dem Untergrund können dann durch
die längere Feuchtebelastung einen Natursteinbelag verfärbte und Feuchteflecken verursachen.

 

Garantie und Haftungsausschluss:
Da diese Produkte die kapillare Leitfähigkeit, die
Dampfdiffusion und die Permeabilität stark beeinträchtigen. Die Rutschhämmende
Einstellung herabsetzen. Auf der Oberfläche und in den Poren die unterschiedlichsten
chemischen Substanzen hinterlassen, steigen die Lieferantenvon der Gewährleistung aus.
Deswegen wird auf den allgemeinen Geschäftsbedingungen und auf den Pflegeanleitungen
meistens auf den Haftungsausschluss explizit hingewiesen.

 

Fazit:
Das Verwenden von Farbtonvertiefer und Imprägnierungen
ist meistens mit sehr großen Risiken verbunden. Selbst wenn die Produkte
ordnungsgemäß und nach den Regeln der Technik verwendet werden, bleibt immer
noch ein sehr großes Restrisiko. Es ist wichtig, das vor dem Auftragen eines
Farbtonvertiefers eine Musterfläche angelegt wird. Diese sollte länger
beobachtet und geprüft werden.

 

Das Gestein Glimmerschiefer:
Glimmerschiefer sind klein, mittel bis grobkörnige metapelitische Gesteine mit einem
ausgeprägten Schieferungsgefüge. Diese gehören vom niedrigen, teils dem
mittleren Metamorphosegrad an. Dementsprechend sind verschiedene Kombinationen
der Hauptmineral möglich.

Als häufig vorkommende Paragenesen sind zu nennen:

  • Quarz + Muskovit
  • Quarz + Muskovit + Chlorit
  • Quarz + Muskovit + Biotit
  • Quarz + Biotit + Chlorit

Weitere häufig vorkommende Mineralkombination sind Granat, Albit, Staurolith, Andalusit,
Cordierit und Chloritoid. Die charakteristischen Nebengemengeteile können
namensgebend sein, wie z. B. Staurolith Glimmerschiefer, Granat Glimmerschiefer
oder Quarz Glimmerschiefer usw. Kalk Glimmerschiefer enthalten ca 10% bis 50% Karbonate wie Calcit, Dolomit,
Ankerit.

Glimmer, insbesondere Muscovit und Biotit sind zu mehr als 50% am Modalbestand beteiligt,
in zweiter Linie Quarz. Typische Glimmerschiefer enthalten nur wenig Feldspäte.
Die Grenze der Feldspäte liegt dann bei ca. 20 %. Eine durchgängige und wiederholt auftretende flächenhafte
Textur ist für Glimmerschiefer charakteristisch. Diese Textur wird auch
Foliation genannt. Der Quarz bildet mehr oder weniger lang gestreckte
linsenförmige Aggregate, zwischen denen sich die Schichtsilikate
(Phyllosilikate) in zusammenhängenden flächigen Aggregaten hindurchziehen. Die
Kristallgröße der Quarzlinsen und Glimmerlagen bewegen sich im
Millimeterbereich. Die Korngröße der Glimmerschiefer variiert von klein- über mittel-
bis zu grobkörnigen Formen, wobei die beteiligten Mineralienarten sehr ungleich
entwickelt sein können. Zum Beispiel ist das Mineral Staurolith meist
überproportional groß im Glimmerschiefer verteilt. Die Größe des Stauroliths
kann bis zu mehreren Zentimetern betragen.

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